El Salvador: Heimat – ein Ort der Möglichkeiten
In El Salvador zerreißen Armut und Gewalt viele Familien, und Perspektivlosigkeit treibt junge Menschen zur gefährlichen Migration. Die ChildInvest Foundation und die SOS-Kinderdörfer stärken deshalb Familien vor Ort, fördern Bildung und eröffnen Kindern neue Perspektiven für eine bessere Zukunft in ihrer Heimat.
El Salvador ist ein Land, in dem Hoffnung und Verzweiflung oft untrennbar miteinander verbunden sind: Im Jahr 2023 lebten laut Berechnungen der Weltbank mehr als 30 Prozent der Bevölkerung in extremer Armut.
Tägliche Bedrohung und Gewalt drängen viele junge Menschen in die Flucht. Etwa ein Viertel der Bevölkerung, rund 1,6 Millionen Menschen, hat den riskanten Weg in die USA bereits eingeschlagen, um der Armut und der Gefahr zu entkommen.
Doch die Migration birgt ihre eigenen Gefahren. Viele junge Menschen reisen ungeschützt durch Mexiko in Richtung USA unter meist unmenschlichen Bedingungen. Für viele endet die Reise mit der erzwungenen Rückkehr nach El Salvador, wo sie der gleiche Mangel an Perspektiven erwartet, der sie einst zur Flucht trieb – nun verschärft durch Scham und das Gefühl, versagt zu haben.
Chancen in der Heimat: Bildung, Stabilität und Zusammenhalt
Ein Projekt der SOS-Kinderdörfer, das mit Hilfe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) realisiert wird, konzentriert sich an zwei Standorten auf die Stabilisierung gefährdeter Familien. Zudem eröffnet es Jugendlichen Bildungsangebote und unterstützt zurückgekehrte Migrierende – insbesondere alleinerziehende Mütter und Kinder ohne elterliche Fürsorge.
Bei dem Programm, das maßgeblich von der ChildInvest Foundation gefördert wird, stehen die beiden Gemeinden San Vincente und San Miguel im Fokus, in denen Armut, Arbeitslosigkeit und Gewalt viele Familien zerrissen haben. Beide Städte sind von hoher Migration betroffen.