Äthiopien: Berufsförderung für Jugendliche in Addis Abeba und Adama
Zahlreiche Jugendliche in Äthiopien sind durch Armut, Krisen und fehlende Bildungsmöglichkeiten stark benachteiligt – ein gezieltes Berufsbildungsprojekt der SOS-Kinderdörfer und der ChildInvest Foundation verschafft ihnen neue Perspektiven und ebnet den Weg in eine bessere Zukunft.
Ein Großteil der Bevölkerung in Äthiopien lebt unter der Armutsgrenze – darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Weiter verschärft wird die Situation durch die Auswirkungen des Bürgerkrieges in der Region Tigray zwischen der äthiopischen Zentralregierung und der Tigray People's Liberation Front (TPLF) von 2020 bis 2022, die sprunghaft angestiegene Inflationsrate (20,16 %), die hohe Arbeitslosenquote (16,5 %) und die schwerste Dürre seit 40 Jahren.
Landesweit bleiben 4.000 Schulen auch nach offiziellem Ende des Bürgerkriegs in Tigray geschlossen. Für 4,1 Millionen Schüler:innen bedeutet das: kein Zugang zu Bildung. Und das, obwohl Äthiopien die zweitgrößte Jugendbevölkerung in ganz Afrika hat – 42 Prozent der Bevölkerung sind zwischen 10 und 29 Jahre alt.
Echte Chancen für die Zukunft
Die SOS-Kinderdörfer weltweit und die ChildInvest Foundation unterstützen mit humanitärer und psychologischer Hilfe in Tigray. Ein besonderer Fokus liegt auf gezielten Bildungsmaßnahmen wie dem Projekt zur nachhaltigen Berufsförderung für Jugendliche in Addis Abeba und Adama, welches vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mitgefördert wird.
